12.09.2009

Zum Bettag 2009

Der Eidg. Dank-, Buss- und Bettag ist in unserem Land politisch und kirchlich verankert. Er soll wieder zu einem kraftvollen Zeichen dafür werden, dass reformierte und katholische, freikirchliche und orthodoxe Christen trotz unterschiedlicher Glaubensprägung und Traditionen im Danken, im Gebet und in der Umkehr eins sein können. Darum rufen wir euch auf: Feiert diesen Tag an euren Orten, ladet einander ein, kommt gemeinsam vor den Herrn, denn es ist sein Wille und er freut sich, wenn seine Leute einander finden und ihm die Ehre geben. Es ist hohe Zeit dafür!


12.09.2009

Gebet zum Bettag 2009

Vater, 

wir stellen uns unter die Schuld unserer Kirche, die mehrheitlich glaubt, das Volk Israel habe durch die Kreuzigung von Jesus Christus sein geistliches Erbe verspielt und die Kirche  habe als neues Israel die Segnungen und Verheissungen des ersten Bundes geerbt.

Vater, erbarm dich.

 

Vater,

wir stellen uns unter die Schuld unserer Medien, die mithelfen, Israel unter Druck zu setzen, damit es mit Leuten Frieden schliesst, die nicht einmal bereit sind, seine Existenz anzuerkennen. Wir bekennen dir, dass wir auf die Medien oft mehr hören als auf dein Wort.

Vater, erbarm dich.

 

Vater,

wir bitten dich für unsere Bundesregierung um Weisheit und Gottesfurcht. Wir denken dabei besonders an das Aussendepartement  unter Frau Calmy-Ray in seinem  Bemühen, zwischen Israel und seinen Feinden zu vermitteln: Lass sie erkennen, was vor dir recht ist.

Vater, erbarm dich.

 

Vater,

wir bitten dich für unser ganzes Volk: Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.

Amen


22.08.2008

Flyer Bettag 2008 / Schoffarblasen

Hier können Sie den aktuellen Flyer herunterladen: bettag_2008.pdf


18.05.2008

Zeitungs-Artikel im "Bund"

Kanton Bern

Motion zur Erneuerung des Bettags

Grosser Rat Anlässlich des Bettages vom kommenden Sonntag reichen 43 Parlamentarier aus allen Fraktionen einen Vorstoss zur Erneuerung dieses Feiertags ein. Ziel der Motion sei eine Stärkung der Gesellschaft durch die Grundwerte des Bettags wie Dankbarkeit und Korrekturbereitschaft, schreibt EVP-Grossrat Marc Jost (Thun). Ausserdem soll der Besinnungscharakter dieses eidgenössischen Anlasses neu gefördert werden. Insbesondere wird der Regierungsrat aufgefordert, den Feiertag alljährlich mit aktuellen Inhalten zu füllen. (pd)
Der Bund vom 13.9.2007

Kanton Bern

Bettag Sache der Kirchen

Der Regierungsrat braucht keinen Einfluss auf den eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag zu nehmen. Das Parlament hat eine Motion von EVP-Grossrat Marc Jost (Thun) nicht überwiesen. Der Rat folge dem Antrag der Kantonsregierung. Diese hatte dem Motionär geantwortet, es sei an den Landeskirchen, sich um die inhaltliche Gestaltung des Feiertages zu kümmern. Der Staat habe sich im Licht der Glaubens- und Gewissensfreiheit zurückzuhalten. (sda)
Der Bund vom 1.4.2008


18.05.2008

Erneuerung des Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettags

pdf_icon.gif Nachfolgenden Text als PDF-Dokument herunterladen

Motion des Grossen Rates im Kanton Bern

Der Regierungsrat wird ersucht, wie in anderen Kantonen, den Eidg. Dank-, Buss- und Bettag als Tag der Besinnung zu erneuern und ihn jedes Jahr mit aktuellen Inhalten zu füllen, so dass ihn die Bevölkerung wieder als Feiertag wahrnimmt. Dabei sollen möglichst alle christlichen Kirchen und Gemeinschaften und weitere interessierte Organisationen und Gruppierungen einbezogen werden.

Begründung

Der Eidgenössische Dank-, Buss und Bettag wurde zwischen 1517 und 1832 von den Kantonen eingeführt und kann laut der Schweizerischen Bundeskanzlei nur von den Kantonen erneuert werden. Bundesamt Samuel Schmid in seiner Ansprache anlässlich des Bettags 2005: „Sein eigentliches Gewicht erhielt er (Bettag) in der Zeit, als unser Bundesstaat 1848 gegründet wurde. Vieles stand auf dem Spiel. So war es klug, mit einem gemeinsamen - eben einem „eidgenössischen“ Dank-, Buss- und Bettag darauf hinzuweisen, dass wir als Staat im christlichen Glauben verwurzelt sind. Der Tag sollte den Respekt vor dem Mitmenschen fördern.“

Der Bettag soll zur Stärkung der Gesellschaft, der Besinnung und in der Suche nach Gemeinsamkeiten im Kanton Bern dienen. Die Kirchen sollen sich auf ihre gemeinsamen Grundwerte besinnen und diese öffentlich und - soweit möglich - gemeinsam bekannt machen. Um den Dialog unter den Religionen und Kulturen zu fördern, sind bei diesen Bestrebungen soweit möglich auch Andersdenkende zur Zusammenarbeit einzuladen.

Der Bettag will insbesondere drei Werte vermitteln:

Dank: Dass es uns in der Schweiz und im Kanton Bern so gut geht, ist nicht nur unserem Wissen und Können zu verdanken. Im letzten Jahrhundert erlebten wir auch in vielerlei Hinsicht Bewahrung, die nicht auf eigene Verdienste zurückzuführen ist. Dafür können wir danken. Wer danke sagt, bringt damit den Glauben zu Ausdruck, Wesentliches sei ein Geschenk und nicht ein Erzeugnis. Wer dankt, empfängt, was gegeben wird. Dank bejaht das Leben.

Busse: Jede Regierung macht - auch unwissentlich - Fehler. Sie werden oft erst im Spiegel der Geschichte offenbar (z.B. Täuferverfolgungen, einzelne Fälle von Verdingkinder-Schicksalen u.a.). Busse tun entschuldigt und bereinigt. Die Haltung der Buss drückt aus, das kein Mensch und damit keine Regierung perfekt und fehlerlos ist. Darauf hinzuweisen und dies bewusst zu machen ist Aufgabe des Bettags.

Gebet: Ein Tag zum Innehalten. Auch ernsthaftes Bemühen, gute demokratische Entscheide, erarbeitete Kompromisse in der Politik und alles menschle Tun hängen von der Führung und dem Segen Gottes ab. Darum beten wir.